– Chronik

Wildeshausen ist Gründungsort und bis heute auch Stammsitz der SCHRÖDER-Gruppe. Hier, inmitten der weiten, leicht welligen norddeutschen Geestlandschaft südlich von Oldenburg eröffnete Berend Heinrich Schröder 1810 eine Amtsschloßerei. Schon drei Jahre später findet der Betrieb mit einem bemerkenswerten Ereignis in der Wildeshauser Kirchenchronik Erwähnung: Als einer der ersten Kunden ließ Napoleon Bonaparte – mit seinem Troß auf der “Durchreise” – in der Schröderschen Schmiede seine Pferde beschlagen. Das sprach sich natürlich schnell herum und brachte dem noch jungen Betrieb eine Menge Zulauf. So ging es von Jahr zu Jahr stetig bergauf, der Betrieb etablierte sich fest in Wildeshausen. SCHRÖDER wurde zu einer anerkannten guten Adresse für die Landwirte in weitem Umkreis. chr1

Es blieb aber nicht allein bei Hufbeschlag und allgemeinen Schmiedearbeiten. Man kannte bei SCHRÖDER die Landwirtschaft aus der Praxis, wußte um die schwere Arbeit der Bauern und wollte sie ihnen erleichtern. Daher begann man unter anderem auch Wagen, Dreschmaschinen und Rübenschneider zu bauen. Der Betrieb wuchs mit den Aufgaben: um die Jahrhundertwende wurden bereits zwanzig Mitarbeiter beschäftigt.

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SCHRÖDER entwickelte sich mehr und mehr zum Landmaschinen-Fachbetrieb.
Während des Krieges von 1939 bis 1945 stagnierte die Entwicklung zwangsläufig. Aber auch unter den erschwerten Bedingungen war SCHRÖDER für die Landwirtschaft immer präsent und half so mit zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln.

Nach Kriegsende gehörte SCHRÖDER zu den ersten, die die Ärmel wieder hochkrempelten und in die Zukunft investierten. Unter der Leitung des inzwischen verstorbenen Firmen-Seniors Heinrich Schröder konnte der Betrieb kontinuierlich ausgebaut werden. In diesen Jahren wurde der Grundstein für spätere Erfolge gelegt.

Große Unterstützung erfuhr der Unternehmer durch den Firmen-Eintritt im Jahre 1953 seines Sohnes, den gelernten Kaufmann und Techniker Hermann Heinrich Schröder. Mit kaufmännischer Weitsicht, verbunden mit großem technischen Wissen, konnte schon früh ein großer Kundenstamm aufgebaut werden.

SCHRÖDER`s Aufschwung ging einher mit der Einführung des Mähdreschers. Hierbei hat sich die Entscheidung für das Fabrikat CLAAS im nachhinein als richtig erwiesen; weit über 4.000 CLAAS Mähdrescher sind bisher verkauft worden.

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Der Kundenkreis vergrößerte sich zusehends, die Aktivitäten nahmen deutlich zu und reichten bald bis weit über die Grenzen Wildeshausens hinaus. Da war es nur eine Frage der Zeit bis zur Gründung der ersten Niederlassung. Bereits 1959 eröffnete SCHRÖDER in Völkersen bei Verden eine Zweigstelle. 1963 übernahm SCHRÖDER einen Betrieb in Cloppenburg und damit auch die FENDT-Vertretung für den hiesigen Raum. Seitdem sind mehr als 5.000 FENDT-Schlepper ausgeliefert worden – für SCHRÖDER ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor. Eine weitere Filiale kam dann 1969 in Twistringen dazu.

1983 gab es wieder einen großen Schritt nach vorn; SCHRÖDER dehnte seinen Einzugsbereich nach Südwesten aus: Hermann Heinrich Schröder und der geschäftsführende Gesellschafter Rudolf Sprehe übernahmen die Firma Reinhold Wesselmann GmbH und gründeten den Landmaschinenbetrieb Wesselmann & Schröder in Nieholte-Lastrup. Weitere Außenstellen folgten. Der Pachtbetrieb in Cloppenburg wurde, geografisch bedingt, gleichzeitig aufgegeben.

Mit dem Eintritt der Söhne von Hermann Heinrich Schröder, Heiner und Volker Schröder, im Jahre 1983 bzw. 1984 ging das Familienunternehmen in die nächste Generation.

Die Wiedervereinigung Deutschlands leitete eine weitere Expansionsphase ein. Schon kurz nach Öffnung der Grenzen expandierte SCHRÖDER weiter und ist heute in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt vertreten: Penzlin nahe Neubrandenburg, Kleinmangelsdorf im Kreis Genthin, Langenweddingen bei Magdeburg.

Im Sommer des Jahres 1998 wurde dann eine weitere Filiale in Wirdumer-Neuland nahe der Stadt Norden eröffnet, um auch im Ostfriesischen qualitativ hochwertige Landtechnik anbieten zu können.

Mit der Neugründung der S & R Landmaschinen GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2001 wird mit der Integration der bisherigen RCG-Landtechnikstellen im Weser-Ems-Gebiet das Netz der Filialen weiter ausgebaut, um den Kunden einen flächendeckenden Service anbieten zu können. Durch die nunmehr insgesamt 19 Stellen im Nordwesten und Nordosten Deutschland entwickelte sich SCHRÖDER zu einem der größten Landmaschinenbetrieb der Region.

Um auch international agieren zu können, unterhält die SCHRÖDER-Gruppe im rumänischen Ortisoara nahe Timisoara mit der MEWI Import-Export GmbH einen auf den Absatz von Gebrauchtmaschinen konzentrierten Stützpunkt.

Insgesamt werden in den insgesamt 20 Standorten über 180.000 Quadratmeter Betriebsfläche genutzt, ein großer Teil davon ist überdacht.

Gegenwärtig sind in der SCHRÖDER-Gruppe rund 400 Mitarbeiter beschäftigt. Daß man sich bei SCHRÖDER wohl fühlt, zeigt die geringe Fluktuation. Es gibt überdurchschnittlich viele langjährige Mitarbeiter, ein hoher Anteil davon mit 25- und mehrjähriger Betriebszugehörigkeit.

Seit der Gründung ist SCHRÖDER im Familienbesitz. Heute wird der Betrieb bereits in sechster Generation geführt: Hermann Heinrich Schröder und seine Söhne Söhne Heiner, Volker und Bernd leiten die Geschicke des mittelständischen Unternehmens.

 

heinrich Heinrich Schröder
hermann Hermann Schröder
chronik02 Hermann Schröder mit seinen Söhnen Bernd, Heiner und Volker